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Kampfsystem oder Kampfstil – Eine Analogie aus dem Alltag zum besseren Verständnis und Abgrenzung der Begriffe

Vorab zwei Definitionen, um die Begriffe sauber abgrenzen zu können:

Definition des Begriffes Stil: ein Stil ist eine Form der rein persönlichen Ausdrucksweise. Das heißt, der Ausgangspunkt ist immer die persönliche Sicht und Interpretation der Dinge.

Definition des Begriffes System: ein System ist ein Handlungsfaden, bei dem von vorneherein alle kalkulierbaren Größen eines Prozessverlaufes betrachtet wurden, um dadurch das Endergebnis immer gleichbleibend (mit gleicher Qualität) reproduzieren zu können oder im Falle von Abweichungen das Ergebnis weiterhin kalkulierbar zu halten.

Heutzutage werden im Bereich der Kampfkünste die Begriffe Kampfstil und Kampfsystem angewandt, leider aber fast durchgängig nicht korrekt und eindeutig.

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Wing Tsun-Escrima

Zwei Stile – eine Systematik


Die Logik des Konzepts ist die Systematik der Stile

Die IUEWT vermittelt zwei Kampfkunststile unterschiedlicher kultureller Herkunft, welche sich in einem logischen Kampfkunstsystem vereinen.
Wing Tsun – der Yip Man Kung Fu Stil – stammt aus China, Escrima hat seine Wurzeln auf den Philippinen.
Beide Kampfkünste haben trotz der kulturellen unterschiedlichen Einflüsse eines gemeinsam: das anstreben der logischen Körpereffizienz, als Grundlage einer optimalen Selbstverteidigung.
Mit nur wenigen Ausnahmen versuchen sich die Kampfsport – oder Kampfkunststile untereinander maximal abzugrenzen, indem sie ihre Einzigartigkeit auf einem speziellen Gebiet besonders hervorheben.

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Anpassung-Flexibilität-Beständigkeit

Das Wing Tsun–Escrima–System ist Selbstverteidigung, Kampfkunst, Bewegungs-
kunst ( Gymnastik, Kondition, motorische Körperschulung ), Lebensphilosophie – Taoismus, Buddhismus, Konfuzianismus – und somit Lebensschulung zu gleich.

Das Wing Tsun–Escrima–System besteht aus zwei Stilrichtungen der selben Syste-
matik, deren Logik auf den natürlichen Gegebenheiten der menschlichen Psycholo-
gie, Physiologie, Anatomie bzw. der Biomechanik sowie den physikalischen Natur-
gesetzen und geometrischen Zusammenhängen beruht.

Aus all dem resultieren Prinzipien und Konzepte, welche die fundamentalen Eigen-
schaften des Systems bilden. Die Berücksichtigung all dieser Zusammenhänge sind notwendig um ein funktionierendes System, welches sich jeden Umstand anpasst zu schaffen.

Wing Tsun–Escrima ist absolut pragmatischer Natur. Während sich äusserlich betrachtet der überwiegende Schwerpunkt des Wing Tsun Stils mit der körperlichen Umsetzung befasst, setzt der Escrima Stil den Übergang der körperlichen Aktivität in jegliches Werkzeug/Waffe um. Dabei unterscheidet sich das Bewegungsspektrum beider Stile nur oberflächlich – wie gesagt äusserlich. In ihrer Präzision, Anwendbar-
keit und Effektivität sind beide Stile der gleichen Systematik – körperlich, logisch – unterworfen. Die Eigenarten in den Bewegungsspektren beider Stile bereichern
sich gegenseitig in körperlicher wie geistiger Hinsicht. Die „verschiedenen Bewegungen“ vereinen sich zu einem Ganzen.

Es ist von unschätzbarem Wert sich ein umfassenderes Lebens – Bewegungsver-
halten anzueignen, da dies Dank enormer Flexibilität dem Anwender die Möglichkeit gibt Alltagssituationen stressfreier zu begegnen.